Zum Stück
Eine Bühne nach dem täglichen Probenbetrieb.
Feuerbach, ein einst
wohlbekannter Schauspieler, hat sieben
Jahre in der Psychiatrie verbracht.
Nun will er dem Regisseur und Intendanten
Lettau wegen einer zu besetzenden
Rolle vorsprechen. Er trifft jedoch
nur auf den Regieassistenten,
der ihn bittet, auf das Erscheinen
Lettaus zu warten. In Vorbereitung
auf seine vielleicht letzte Chance,
noch einmal auf der Bühne zu stehen,
zeigt Feuerbach alle Facetten seines
Könnens. Doch er muss erkennen,
dass sieben Jahre womöglich eine zu
lange Zeit der Abwesenheit sind. Im
berühmten „Tasso“-Monolog zeigt
sich letztlich, dass Glanz und Elend
eines Schauspielers manchmal nahe
beieinander liegen.
„Ich, Feuerbach“ handelt vom Drama
eines Ausgestoßenen. Ein Schauspieler,
der mit aller Macht versucht, an
sein altes Leben anzuknüpfen und dabei
erkennen muss, dass sich die Welt
weiterbewegt hat.
Das Theater im
Theater dient Tankred Dorst als wirkungsvolles
Mittel, um den Existenzkampf
der Person Feuerbach greifbar
zu machen. Denn letztlich gilt nur eines:
Sein oder nicht sein