Am heutigen Freitag um 11 Uhr wurde in Lüdinghausen der Ruth-Weiss-Platz mit einem „Fest für den Frieden“ eröffnet. Der Platz vor der Polizeiwache erinnert an die Journalistin, Schriftstellerin und Zeitzeugin, die sich jahrzehntelang gegen Rassismus, Antisemitismus und Ausgrenzung einsetzte. Weiss lebte von 2003 bis 2015 in der Stadt und vermittelte dort als Zeitzeugin ihre zentrale Botschaft: „Alle Menschen sind gleich.“

Ihr Roman Lilith greift Themen auf, die ihr Werk prägten: jüdische Geschichte, Vertreibung, Exil, Erinnerung und die Suche nach Heimat und Identität. Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die im Krieg von ihrer Familie getrennt und nach Rom verschleppt wird.

Felix Braun von der Jugendkunstschule war mit einer Gruppe Jugendlicher an der Gestaltung beteiligt.