Lade Veranstaltungen

„Auf einen Blick“

Bettina Köppeler

1963 geboren in Lünen, Studium Kunst und Theologie, Kunstakademie Münster und WWU-Münster,
Ausbildung zur Goldschmiedin,
Mitgliedschaften: BBK-Ruhrgebiet e.V., Hagenring e.V.,
2009, 2012, 2016 Preisträgerin „Grafik aus Dortmund“,
2022 Förderstipendium NEUSTART KULTUR,
2024 Nominierung Kunstpreis der Stadt Hamm

Ausstellungen der letzten Jahre:
2025: „Licht an“, Kunstverein Unna,
2024: „100 Jahre Hagenring“, Karl-Ernst-Osthaus-Museum, Hagen, „Hier und Jetzt“, Gustav-Lübcke-Museum, Hamm, „Farbe satt“, Dr. Carl Dörken-Galerie, Herdecke, „Komfortzone“, Galerie Kutscherhaus, Recklinghausen,
2023: „Jahresgaben“, Kunstverein zu Frechen, „Alles im grünen Bereich“, Galerie Kley, Hamm,
2022: „Paradies, hinten-links und vorbei“, Kunsthaus Alte Mühle, Schmallenberg,
2021: „Goldjubiläum“, Galerie Kley, Hamm,
2020: „Fauna und Flora“, Haus Villigst, Schwerte

Bernd Moenikes

geboren 1955 in Gelsenkirchen, ist ein deutscher Bildhauer und Konzeptkünstler.
Er ist besonders bekannt für seine zahlreichen markanten Holzskulpturen und die Kettensägekunst im öffentlichen Raum, sowie für seine ökologischen und gesellschaftskritischen Kunstprojekte (z.B. „Animation des Waldes“ oder „100 Bäume für den Regenwald“).
Moenikes arbeitet interdisziplinär mit Holz, Stein und Metall.

Er studierte Sonderpädagogik und Kunst in Dortmund, danach folgte eine Ausbildung zum Steinmetz und Steinbildhauer.
1984 gründete er die Künstlergruppe MAP und promovierte 1986 in Museumspädagogik.

Seit 1983 gab es zahlreiche Ausstellungen und Performances im In- und Ausland. Viele seiner Großskulpturen findet man im Raum Dortmund.

Moenikes erhielt u. a. den Förderpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (2003) und den 1. Preis beim URBAN II-Wettbewerb (2006).

Zur Ausstellung:

In der Ausstellung Auf einen Blick werden Bilder und Skulpturen von Bettina Koeppeler und Bernd Moenikes gezeigt. Neben vielen Einzelarbeiten, also Arbeiten, die für sich stehen und in keinem konkreten Zusammenhang Bild-Skulptur stehen, ist genau das ein zentraler Aspekt einer Serie mit Landschaftsbildern und Sonnenskulpturen :

Die Welt scheint in Ordnung. In den Bildern von Bettina Koeppeler leuchtet das Grün, das Blau öffnet den Horizont, die Landschaften strahlen eine beinahe übertriebene Gelassenheit aus. Kein Verkehr, kein Lärm, keine Menschen. Endlich Ruhe. Oder vielleicht doch nicht?

Zwischen diese Idylle schleichen sich kleine Störungen: eine Badewanne mitten im Nirgendwo, ein einsames Häuschen oder andere beiläufige Objekte. Sie wirken harmlos und absurd zugleich – als hätten sie den Anschluss an ihre eigentliche Geschichte verloren.

Auch die Skulpturen erzählen von einer Welt, die sich verändert. Kleine Figuren-von Bernd Moenikes aus alten Eichenbalken herausgeschnitzt – versinken in der sonnendurchglühten Erde, knien vor leeren Seen und suchen Schutz vor der Sonne. Ausgerechnet vor der Sonne – jenem Symbol für Wärme, Leben und Glück. Was früher ein Versprechen war, wird zur Herausforderung.

Der Klimawandel ist hier kein erhobener Zeigefinger und keine apokalyptische Kulisse. Er erscheint höflich, beinahe elegant. Er tarnt sich als Schönheit. Vielleicht ist genau das seine größte Stärke: Er kommt nicht mit Getöse, sondern mit blauem Himmel und Sonnenschein, wie in diesem Sommer – bis wir merken, dass wir längst im Schatten sitzen.

Diese Serie zeigt keine Katastrophenbilder, sondern Bilder, in denen man sich gerne verliert. Erst beim zweiten Blick stellt sich die Frage, warum diese Landschaften so leer sind. Wo sind die Menschen? Haben sie den Ort verlassen? Oder hat der Ort sie verlassen?

So entsteht ein Spannungsfeld zwischen Verführung und Nachdenklichkeit. Die menschenleeren Landschaften lassen offen, ob der Mensch die Szenerie bereits verlassen hat oder ob sie auf seine Rückkehr warten. Gerade diese Offenheit lädt dazu ein, eigene Gedanken und Gefühle in die Werke hineinzutragen.

Diese Serie versteht sich als Einladung zum Innehalten – und als Erinnerung daran, dass Schönheit und Verantwortung keine Gegensätze sein müssen.

Vernissage 06.09.2026 11:00 Uhr

Für die Ausstellungen in der Burg Lüdinghausen gelten folgende Öffnungszeiten:
Mittwoch- Samstag  von 14.00-17.00 Uhr
Sonntags / Feiertags von 14.00-17.00 Uhr

Teilen Sie diesen Artikel!